Dalal Alsaied ist 32 Jahre alt und stammt aus Syrien. In ihrer Heimat arbeitete sie als Kunstlehrerin für Kinder und würde dies auch in Deutschland gerne wieder tun. Momentan lebt sie mit ihrer Familie in Dormagen.

 

1. Was ist deine schönste Kindheitserinnerung?

Ich erinnere mich gerne daran, wie ich damals mit meinen Freunden die Schule geschwänzt und die Zeit lieber mit ihnen in der Natur verbracht habe.

 

2. Vor was hast du Angst?

Darauf möchte ich keine Antwort geben.

 

3. Wie wichtig sind dir deine Freunde und deine Familie?

Meine Familie ist mein Ein und Alles. In guten wie auch in schlechten Zeiten sind Familie und Freunde für einander da.

 

4. Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin gerne spontan und lasse mich vom Moment treiben. Zeichnen, Musik hören, spazieren gehen oder die Zeit mit meinen Kindern zu verbringen - das sind alles Dinge, die ich sehr genieße.

 

5. Was ist dein Lieblingsessen, deine Lieblingsfarbe, deine liebste Jahreszeit?

Ich liebe alle Varianten von Salat, die Farbe Orange und den Frühling.

 

6. Was macht dich glücklich, was bedeutet für dich Glück?

Mich macht es glücklich, wenn ich das machen kann, was ich möchte.

 

7. Welche Eigenschaften magst du an Menschen, welche nicht?

Ich mag vor allem die einfachen Menschen, die direkt und unkompliziert sind. Was ich jedoch gar nicht leiden kann, ist Hinterhältigkeit. Zudem mag ich liebevolle Menschen, die sich um die Personen in ihrem Umfeld kümmern und für sie sorgen.

 

8. Was macht für dich einen schönen Tag aus?

Ich lebe jeden Tag und bin glücklich, wenn dieser ohne schlimme Zwischenfälle oder Nachrichten vorbei geht. Jeder dieser Tage ist dann für mich ein schöner Tag.

 

9. Was macht dich als Mensch aus?

Ich bin ein unkomplizierter, spontaner und liebevoller Mensch, der sich immer um die anderen Personen in seinem Leben kümmert. Allerdings kann ich auch launisch sein.

 

10. Wenn du die Chance hättest, die Welt zu verändern, was würdest du ändern? Und was würde genauso bleiben?

Ich würde damit beginnen, in Syrien alle schulischen Systeme zu ändern. Ich würde mich für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einsetzen und Kriege verhindern. Es gibt so viel, was getan werden muss, eigentlich würde ich nichts so belassen.

 

11. Welche Art von Kunst magst du am liebsten?

Ich mag den abstrakten Expressionismus und Collagen sehr gerne.

 

12. Welche Art von Kunst magst du gar nicht?

Es gibt keine Art von Kunst, die ich gar nicht mag. Jede hat etwas Besonderes, an dem ich Gefallen finde. Selbst Kinderzeichnungen haben für mich etwas Ansprechendes.

 

13. Wie definierst du Kunst? Was macht für dich gute Kunst aus?

Ein Bild ist meiner Meinung nach gut, wenn die Künstleraussage für den Betrachter verständlich ist. Nicht nur der Künstler selbst soll den Inhalt eines Bildes verstehen.

 

14. Was bedeutet es für dich, Kunst zu schaffen?

Meine Kunst soll Dinge ausdrücken, die man so nicht in Worte fassen kann. Gleichzeitig soll sie dem Betrachter einen Ruhepol bieten.

 

15. Ist Kunstschaffen für dich etwas Privates und Intimes oder etwas Öffentliches? Wie fühlst du dich beim Malen?

Ich arbeite an meinen Bildern am liebsten, wenn ich alleine bin und es draußen schon dunkel wird. Meine Gedanken schweifen dabei in alle Richtungen ab und das genieße ich. Einmal habe ich während des Malens mit einer Verwandten telefoniert und als ich auflegte, war das Bild fertig. Allerdings arbeite ich nicht täglich an meinen Bildern, manchmal bemale ich auch einfach nur Bücher oder Notizblöcke oder die Arme meiner Kinder. Ein Leben komplett ohne Kunst könnte ich mir allerdings nicht vorstellen.

 

16. Was hoffst du durch deine Kunst zu erreichen / auszudrücken?

Zu Beginn habe ich gemalt, um die Krise und das Leid der Kinder, die mich umgaben, zu verarbeiten. Heute habe ich den Ehrgeiz, meine Kunst zum Beruf zu machen und damit auch Geld zu verdienen, um meine Kinder und meine Familie zu unterstützen. Daher male ich viele Porträts und realistische Sujets, die ich privat eigentlich nicht mag, von denen ich aber glaube, dass potentielle Käufer sie bevorzugen.

 

17. Wie bist du zur Kunst gekommen?

Ich war schon als kleines Kind vom Malen fasziniert und das hat sich bis heute nicht geändert. Allerdings bin ich erst durch die Erlebnisse der letzten Monate wirklich zum Kunstschaffen gekommen, vorher habe ich primär unterrichtet und nicht selber gemalt.

 

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Dalal Alsaied is 32 years old and comes from Syria. In her homeland she worked as an art teacher for children and would like to do this again in Germany. She currently lives with her family in Dormagen.

 

1. What is your most beautiful childhood memory?

I like to remember the times, when I skipped school together with my friends and I spend time with them outdoors.

 

2. What are you afraid of?

I decline to give an answer.

 

3. How important are your friends and your family to you?

My family is everything to me. In good times and bad times family and friends are there for each other.

 

4. What do you like to do in your spare time?

I like being spontaneous and let myself get lost in the moment. Drawing, listening to music, taking a walk or spending time with my children – these are all things that I really enjoy.

 

5. What is your favorite food, your favorite color and your favorite season?

I love all types of salad, the color orange and spring.

 

6. What makes you happy, what is happiness for you?

It makes me happy, when I can do what I want.

 

7. What do you like about people, what not?

I especially like simple people, who are direct and easy. What I don’t like is perfidy. In addition, I like affectionate people who care about the people around them and take care of them.

 

8. What is a nice day for you?

I live every day and am happy if it goes by without any bad incidents or bad messages. Every such day is a nice day for me.

 

9. What kind of human being are you?

I’m straightforward, spontaneous and a loving person, who always takes care of the people in her life. However I can be capricious.

 

10. If you had the chance to change the world, what would you change? And what would remain the same?

I would begin to change the school system in Syria. I would advocate for justice and equality and prevent wars. There is so much more to be done, in fact I would not leave anything the way it is.

 

11. What kind of art do you like the most?

I like the abstract expressionism and love collages.

 

12. What kind of art do you not like?

There is no kind of art that I don’t like. Each has something special that I like. Even children’s drawings have something appealing to me.

 

13. How would you define art? What is good art for you?

In my opinion a picture is good, when the viewer can understand the artist statement. Not only the artist himself should understand the content of his image.

 

14. What does it mean for you to create art?

My art should express things that you may not put into words. At the same time it should have a calming influence to the viewer.

 

15. Is artistic work something private and intimate, or something public for you? How do you feel while painting?

I like to work on my pictures, when I’m alone and it is already dark outside. My thoughts wander in all directions and I enjoy that. Once I was on the phone talking with a relative while I was painting and as I hung up the picture was finished.

However I do not work everyday on my pictures, sometimes I paint in books or notepads or on the arms of my children. I couldn’t imagine a life completely without art.

 

16. What do you hope to accomplish / to express by your art?

At the beginning I painted to deal with the crisis and the suffering of the children who surrounded me. Today I have the ambition to make my art a profession and thus also make money to support my children and family. That is why I paint many portraits and realistic subjects, that I don’t really like, but I think that potential buyers will prefer them.

 

17. How did you get into art?

Painting as a small child already fascinated me and this has not changed until today. However, I have really come to work at my art only through the experiences of the last few months, before that I have taught primarily and not painted.